Überblick
Ein Sauerstoff-Flaschendruckminderer wird direkt auf das Flaschenventil geschraubt und senkt den gespeicherten Druck auf ein Niveau, das Patientengeräte aufnehmen können. Druckminderer von Tecnomed werden an Reserveflaschen auf Station, in Rettungswagen und in Bereichen außerhalb des Leitungsnetzes eingesetzt. Das Eingangsmanometer zeigt den Flascheninhalt auf einer Skala von 0-315 bar an, während die Ausgangsseite über die Regelspindel eingestellt wird; ein optionales zweites Manometer zeigt den Abgabedruck, sodass sich die Einstellung ohne separates Prüfmanometer bestätigen lässt.
Das Gehäuse besteht aus Messing, verchromt für Korrosionsbeständigkeit und einfache Reinigung, und ist für einen maximalen Versorgungsdruck von 250 bar ausgelegt. Der Ausgangsdruck ist von 16 bar bis 0,2 bar einstellbar und deckt damit sowohl die Geräteversorgung als auch die direkte Therapie ab. Der Flaschenanschluss erfolgt über eine Bull-Nose-Mutter nach BS-341, ein DIN-Gewinde oder einen Pin-Index-Bügel, während die Abgabeseite einen Sondenstecker nach BS 5682, DIN 13260-2 oder AFNOR NF S 90-116 trägt, sodass Krankenhausschläuche und Flowmeter ohne Adapter angeschlossen werden.
Fünf Manometerkonfigurationen sind katalogisiert: Doppelmanometer mit Notanschluss Modell-1 und Modell-2, Doppelmanometer, Einzelmanometer mit Notanschluss sowie Einzelmanometer. Der Notanschluss erlaubt es, ein zweites Gerät – einen Beatmungsbeutel, ein Transportbeatmungsgerät oder einen Anfeuchter – aus derselben Flasche zu versorgen, während die Hauptleitung in Betrieb bleibt. Neun Produktcodes decken die gesamte Matrix aus Eingangsanschluss und Entnahmestellen-Standard ab, sodass eine Ausschreibung, die etwa einen Ausgang nach DIN 13260-2 an einer Pin-Index-Flasche fordert, mit einem einzigen Katalogcode statt mit einer Teilezusammenstellung erfüllt wird.

Wichtigste Merkmale
- Gehäuse aus verchromtem Messing
- Maximaler Versorgungsdruck 250 bar
- Manometerbereich 0-315 bar
- Ausgangsdruck einstellbar 16 bar > 0,2 bar
- Ausführungen mit Einzel- und Doppelmanometer
- Optionaler Notgasanschluss für ein zweites Gerät
- Optionale Ein- und Ausgangsmanometer
- Flaschenanschluss in Bull Nose BS-341, DIN oder Pin Index
- Sondenstecker nach BS 5682, DIN 13260-2 oder AFNOR NF S 90-116
- Geeignet für Krankenhaus, medizinische Bereiche und Rettungswagen
Technische Daten
Technische Daten Sauerstoff-Druckminderer
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Gehäusewerkstoff | Messing, verchromt |
| Maximaler Versorgungsdruck | 250 bar |
| Manometerbereich | 0-315 bar |
| Ausgangsdruck | 16 bar > 0,2 bar |
Produktcodes Sauerstoff-Druckminderer – Entnahmestellen-Standard nach Flaschenanschluss
| Entnahmestellen-Standard | Bull Nose (BS-341) | DIN | Pin Index |
|---|---|---|---|
| BS 5682 | TEC41.05.01 | TEC41.05.04 | TEC41.05.07 |
| DIN 13260-2 | TEC41.05.02 | TEC41.05.05 | TEC41.05.08 |
| AFNOR NF S 90-116 | TEC41.05.03 | TEC41.05.06 | TEC41.05.09 |
Manometerkonfigurationen
| Konfiguration | Beschreibung |
|---|---|
| Doppelmanometer mit Notanschluss – Modell-1 | Ein- und Ausgangsmanometer plus Notgasanschluss |
| Doppelmanometer mit Notanschluss – Modell-2 | Alternative Gehäuseanordnung mit Ein- und Ausgangsmanometer sowie Notanschluss |
| Doppelmanometer | Ein- und Ausgangsmanometer, ohne Notanschluss |
| Einzelmanometer mit Notanschluss | Eingangsmanometer plus Notgasanschluss |
| Einzelmanometer | Nur Eingangsmanometer |
Anschlussnormen für Druckminderer
| Flaschenanschluss |
|---|
| Bull Nose (BS 341) |
| DIN |
| Pin Index |
Modelle und Produktcodes
| Produktcode | Modelle und Produktcodes |
|---|---|
TEC41.05.01 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang BS 5682, Eingang Bull Nose (BS-341) – Britischer Entnahmestellen-Standard am Bull-Nose-Flaschenventil |
TEC41.05.02 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang DIN 13260-2, Eingang Bull Nose (BS-341) – Deutscher Entnahmestellen-Standard am Bull-Nose-Flaschenventil |
TEC41.05.03 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang AFNOR NF S 90-116, Eingang Bull Nose (BS-341) – Französischer Entnahmestellen-Standard am Bull-Nose-Flaschenventil |
TEC41.05.04 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang BS 5682, Eingang DIN – Britischer Entnahmestellen-Standard am DIN-Flaschenventil |
TEC41.05.05 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang DIN 13260-2, Eingang DIN – Deutscher Entnahmestellen-Standard am DIN-Flaschenventil |
TEC41.05.06 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang AFNOR NF S 90-116, Eingang DIN – Französischer Entnahmestellen-Standard am DIN-Flaschenventil |
TEC41.05.07 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang BS 5682, Eingang Pin Index – Britischer Entnahmestellen-Standard am Pin-Index-Bügel |
TEC41.05.08 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang DIN 13260-2, Eingang Pin Index – Deutscher Entnahmestellen-Standard am Pin-Index-Bügel |
TEC41.05.09 | Sauerstoff-Druckminderer – Ausgang AFNOR NF S 90-116, Eingang Pin Index – Französischer Entnahmestellen-Standard am Pin-Index-Bügel |
Optionen und Zubehör
- Notgasanschluss
- Eingangsmanometer
- Ausgangsmanometer
- Gehäuse mit Einzel- oder Doppelmanometer
Häufige Fragen
Worin unterscheiden sich Bull Nose, DIN und Pin Index?
Es sind drei Arten, den Druckminderer am Flaschenventil zu befestigen. Bull Nose nach BS 341 nutzt eine große Mutter mit geschossförmigem Nippel und ist in britisch geprägten Märkten verbreitet. DIN verwendet eine Gewindeverbindung, die in Europa weithin ausgeschrieben wird. Pin Index ist ein Bügel, der über das Ventil geklemmt wird und über Stifte codiert ist, sodass nur das richtige Gas passt. Alle drei sind im Tecnomed-Programm erhältlich; die Wahl richtet sich nach den Flaschen, die das Krankenhaus bereits besitzt.
Brauchen wir einen Druckminderer mit Doppelmanometer?
Ein Einzelmanometer zeigt nur den Flascheninhalt an, was genügt, wenn das nachgeschaltete Gerät eine eigene Durchflussanzeige besitzt. Ein Doppelmanometer ergänzt ein Ausgangsmanometer, sodass sich der Abgabedruck direkt ablesen und überprüfen lässt - üblich dort, wo der Druckminderer Beatmungsgeräte oder andere druckempfindliche Geräte versorgt. Beide Varianten sind mit und ohne Notanschluss erhältlich.
Wofür wird der Notanschluss verwendet?
Es ist ein zweiter, gasspezifischer Abgang am Gehäuse des Druckminderers, über den sich ein zusätzliches Gerät anschließen lässt, ohne die primäre Patientenleitung zu unterbrechen. Typische Anwendungen sind ein Beatmungsbeutel, ein Transportbeatmungsgerät oder ein Anfeuchter während des Patiententransports. Er ist bei den Doppelmanometer-Ausführungen Modell-1 und Modell-2 sowie bei der Einzelmanometer-Version erhältlich.
Welche Drücke verarbeitet der Druckminderer?
Das Gehäuse nimmt einen maximalen Versorgungsdruck von 250 bar auf, das Manometer zeigt 0 bis 315 bar an, und der Ausgang ist von 16 bar bis 0,2 bar einstellbar. Dieser Bereich erlaubt es, mit einem Druckminderer sowohl Geräteversorgungen auf Leitungsdruck als auch die Niederdruck-Direkttherapie abzudecken.